Wächtersbach

Schloss Wächtersbach © Stadt Wächtersbach

Wächtersbach liegt im mittleren Kinzigtal zwischen Vogelsberg und Spessart und umfasst neben der Kernstadt sieben Stadtteile: Aufenau, Hesseldorf, Neudorf und Weilers im Kinzig-Brachttal sowie die auf einem Bergrücken des südlichen Vogelsberges, der so genannten „Platte“ liegenden Siedlungen Wittgenborn, Waldensberg und Leisenwald.

Im Jahr 1236 wurde Wächtersbach erstmals urkundlich erwähnt und 1404 erhielt der Burgflecken Stadtrecht. Doch bereits vor dieser Zeit erbauten die Staufer hier zur Überwachung des Reichsforstes eine Wasserburg, aus der in den folgenden Jahrhunderten durch Umbau- und Erweiterungsarbeiten das Wächtersbacher Schloss hervorgegangen ist. Seit 1687 war das Schloss Sitz der Grafen (seit 1865 Fürsten) zu Ysenburg-Büdingen, die heute im Büdinger Schloss wohnen. Bis 1999 wurde auf dem Wächtersbacher Schlossareal eine im Jahr 1578 gegründete Brauerei betrieben, die Wächtersbach weit über seine Grenzen bekannt gemacht hat.

Im Februar 2016 konnte die Stadt Wächtersbach das historische Schloss inklusive Schlosspark erwerben und sanierte es aufwändig und unter Einhaltung der denkmalschutzrechtlichen Bestimmungen. Seit März 2020 hat nun die Stadtverwaltung ihren Sitz in der „Geburtsstätte“ der Stadt.

Das Schloss beherbergt zudem eine romantische Schlosskapelle mit Kreuzgewölbe, in der standesamtliche Trauungen vorgenommen werden können. Im Erdgeschoss befindet sich in den historischen Gewölberäumen ein Restaurant mit Außenterrasse und Zugang zum Innenhof sowie einem Veranstaltungssaal für Hochzeiten und Bankette.

Die Innenstadt trägt seit 1968 das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Um das Schloss gruppiert sich eine malerisch schöne Altstadt, die liebevoll restauriert wurde und viele Besucher anlockt. Besondere Anziehungspunkte sind neben dem Schloss die evangelische Kirche und das historische Rathaus, in dem heute ein Heimatmuseum eingerichtet ist. Und das großflächig zusammenhängende Waldgebiet um die Stadt, der Büdinger Forst, lädt zu Spaziergängen und ausgedehnten Wanderungen ein.

Wächtersbach wurde 2016 in das Förderprogramm „Stadtumbau“ aufgenommen. Die Schwerpunkte liegen auf der Revitalisierung von Schloss Wächtersbach und dem angrenzenden Schlosspark sowie der Entwicklung des ehemaligen Brauereigeländes.

Dank seiner landschaftlich reizvollen Lage und guten Verkehrsanbindungen an die Ballungsgebiete, sowohl per Bahn als auch über die Autobahn A 66, kann Wächtersbach seine historisch gewachsene Mittelpunktfunktion stetig ausbauen. 

Als Mittelzentrum verfügt Wächtersbach über familienfreundliche Betreuungsangebote für Kinder, zwei Grundschulen und eine integrierte Gesamtschule, umfangreiche Angebote zur Betreuung und Pflege älterer und hilfebedürftiger Menschen sowie über Allgemeinmediziner wie auch verschiedene Fachärzte. Sowohl in der Kernstadt als auch in den Stadtteilen stehen Einkaufsmöglichkeiten – bis hin zu großen Konsummärkten – zur Verfügung. Und eine große Bandbreite an Vereinen und kulturellen Gruppierungen bereichern das alltägliche Leben und laden zur Freizeitgestaltung ein.

Im Frühling jeden Jahres findet die Wächtersbacher Verbraucher- und Erlebnismesse statt. Rund 350 Aussteller, die Sonderausstellungen und diverse Musikveranstaltungen locken jährlich rund 60.000 Besucher an.

Wächtersbach verfügt über ein CO2-neutrales Fernwärmenetz und drei Windkraftanlagen. Landwirtschaftliche Betriebe produzieren zudem Energie über eine Biogasanlage. Viele private Gebäude sind mit einer Solaranalage ausgestattet, sodass Wächtersbach zertifizierte Energiekommune ist und dem Bündnis „Klimakommunen Hessen“ angehört.

Mehr InfoS

Einwohner: 12.640*
Stadtteile: Aufenau, Hesseldorf, Weilers, Neudorf, Wittgenborn, Waldensberg, Leisenwald “auf der Platte”
Kontakt: Stadtverwaltung
Main-Kinzig-Straße 31
63607 Wächtersbach
Tel.: 06053/802-0
Email: info@stadt-waechtersbach.de
Homepage: www.waechtersbach-online.de

Historischer Stadtkern © Axel Häser

*Statistikquelle: 31.12.2019, @ Hessisches Statistisches Landesamt, Wiesbaden, 2020