Wie zukunftsfähig sind unsere Dorfgemeinschaftshäuser, wie können die Häuser als soziale Treffpunkte vitalisiert werden und was braucht es an kommunalen Gemeinschaftseinrichtungen, um ein gutes Miteinander in den Gemeinden zu sichern?
Das waren die zentralen Fragen der Gemeinden Birstein und Brachttal, die mit dem Modellvorhaben „Vitale Treffpunkte“ am Bundesprogramm Ländliche Entwicklung von 2016 bis 2018 teilgenommen habe.
In einem partizipativen Prozess wurde eine Methode entwickelt, die zeigt, wie die Diskussion über die Zukunft von Dorfgemeinschaftshäuser versachlicht werden kann. Auf dieser Grundlage können die Potentiale und Bedarfe der Häuser erfasst und Ideen für Zukunft entwickelt werden. Doch geht es nicht um das einzelne Haus, sondern die Gesamtheit der Häuser, die die Kommunen mit Maßnahmen sichern und weiter entwickeln will.
Im Modellvorhaben sind die beiden Kommunen ganz unterschiedliche Wege gegangen: während in Birstein, mit „Aus5mach2“ ein Konzept für die Bündelung verschiedener kommunaler Aufgaben erarbeitet wurde, entstand in Brachttal ein Gesamtkonzept mit einem umfassenden Maßnahmenplan zur Schwerpunktsetzung in den Dorfgemeinschaftshäusern.
Die Vitalisierung und Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen ist angesichts der kommunalen Haushaltslagen aktueller denn je. Dank des Bundesprogramms „Wissenstransfer“ können die Methode, die Lösungsansätze und die Beispiele einer sehr gelungenen Umsetzung vorgestellt werden.
Das Projekt „Wissenstransfer Vitale Treffpunkte“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) gefördert.
Für die Arbeit an der Zukunftsfähigkeit der Dorfgemeinschaftshäuser wurden in den beiden Gemeinden Arbeitsgruppen eingerichtet, die den Prozess, neue Ideen zu entwickeln und zu diskutieren, gemeinsam gestalteten.
Das methodische Vorgehen wurden eigens für das Projekt entwickelt und war in beiden Gemeinden gleich. Doch bei den Konzepten für die Dorfgemeinschaftshäuser und der anschließenden Umsetzung sind die Gemeinden unterschiedliche Weg gegangen.
Hören Sie rein, wie die Gemeinden Birstein und Brachttal neue Ideen erarbeitet haben, was für den Prozess hilfreich war, welche Hürden genommen werden mussten, wie mit der Öffentlichkeit und den kommunalen Gremien gearbeitet wurde und wie eine Umsetzung gut gelingen kann.
Durch den Prozess und die konkrete Darstellung der Umsetzungsfähigkeit haben die erarbeiteten Konzepte zur Vitalisierung der Dorfgemeinschaftshäuser in den Gemeinden Birstein und Brachttal große Zustimmung erfahren. Nach den Beschlussfassungen in den Gemeindevertretungen wurden die geplanten Vorhaben konkretisiert, Fördermittel eingeworben und in mehreren Jahren Schritt für Schritt der Umbau realisiert.
Neues Leben ist in die Dorfgemeinschaftshäuser eingezogen. Die Zukunft hat begonnen.
Schauen Sie rein, wie vielfältig sich die Dorfgemeinschaftshäuser in den Gemeinden Birstein und Brachttal entwickelt haben und welche Pläne noch folgen.
Zur Vitalisierung der Dorfgemeinschaftshäuser wurden in Zusammenarbeit der Kommunen Birstein und Brachttal eine Methode entwickelt und erprobt, die eine faktenbasierte Vergleichbarkeit der Häuser möglich macht, um daraus Handlungsansätze für die Zukunft zu entwickeln.
Folgende Arbeitsschritte und Erfahrungen sind in der Handreichung zusammengefasst:
- Erarbeitung der Datengrundlagen
- Bewertung
- Zieldefinition
- Konzeptentwicklung
- Vorbereitung der Umsetzung
Für den schnellen Überblick nutzen Sie gern HIER die Präsentation aus unserem Online-Workshop.
Zur Erarbeitung der Strategie „Vitale Treffpunke“ finden Sie HIER die Handreichung.
