Die Fähigkeit, heimische Tier- und Pflanzenarten sicher zu erkennen nimmt ab, obwohl dieses Wissen eine wichtige Grundlage für den Schutz der Biodiversität darstellt. Auch fehlen für viele besonders schützenswerte Arten verlässliche und systematisch erhobene Daten, die für Forschung, Naturschutz und langfristige Schutzmaßnahmen unerlässlich sind.
Hier setzt das geplante Projekt an, mit dem Ziel ein digital unterstütztes Citizen-Science-Monitoring aufzubauen. Bürgerinnen und Bürger sollen aktiv in wissenschaftliche Erhebungen eingebunden werden, wodurch sowohl neue Daten entstehen als auch die Artenkenntnis in der Region gestärkt wird. Ziel ist es, ein öffentlich zugängliches Monitoring-System zu etablieren, das die Bevölkerung für den Wert biologischer Vielfalt sensibilisiert und nachhaltige Strukturen für ehrenamtliches Engagement schafft. Insgesamt versteht sich das Projekt nicht als einmalige Maßnahme, sondern als langfristigen Impulsgeber, der die Grundlage für eine stabile Citizen-Science-Kultur im Spessart legen soll.
Ein zentrales Element ist die Einbindung von mindestens 24 ehrenamtlichen Artenkennerinnen und -kennern, die geschult und während der gesamten Projektlaufzeit begleitet werden. Dabei wird besonderer Wert auf generationenübergreifende Zusammenarbeit gelegt, um Wissen und praktische Erfahrungen weiterzugeben. Ergänzend dazu gibt es mehrere Schulungen sowie Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, um weitere Teilnehmenden zu gewinnen.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem LPV Main-Kinzig e.V. durchgeführt. Das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Standort Gelnhausen, begleitet das Vorhaben fachlich und mit Sachmitteln, welche nicht Bestandsteil des Förderantrags sind. Zur Umsetzung des Gesamtvorhabens wird eine freiberufliche Dienstleistung vergeben.
INFOS
Handlungsfeld: Daseinsvorsorge
Antragsteller: Naturpark Hessischer Spessart
Fördersumme: 33.935,00 Euro Euro
Status: LEG-Beschluss
