Elanie Naturmarkt Unverpackt

Elanie Naturmarkt © Manuel Schröder Photography

In Deutschland wird jährlich 220 kg Verpackungsmüll pro Kopf produziert. Damit ist Deutschland Spitzenreiter in Europa. Die damit verbundenen Probleme sind allenthalben bekannt. Doch im Alltag mangelt es oft an Alternativen zu den in Plastik verpackten Lebens- und Waschmitteln. Noch dazu gibt es in den Supermärkten oft nur ein kleines Sortiment an nachhaltigen sowie fair produzierten Waren.   

Das Thema ist seit einiger Zeit sehr präsent in den Medien. Und immer mehr Supermärkte positionieren sich auf dem Markt als besonders nachhaltig, umweltbewusst und müllreduziert. Das trifft den Nerv des Kunden, der immer stärker nach unverpackten Lebensmitteln fragt und immer bewusster konsumiert.  

Das Konzept „Unverpackt“ bekommt daher mehr und mehr Zulauf. Dies belegen nicht nur Studien, sondern auch die Vielzahl an Ladenetablierungen im gesamten Bundesgebiet. So gibt es in Hessen aktuell sechs „Unverpackt-Läden“ von insgesamt knapp 100 Läden in ganz Deutschland. Tendenz steigend.  

Wenn man hier einkauft, werden die Verpackungen im Idealfall von zu Hause mitgebracht oder im Laden gekauft, um sie beim nächsten Mal wieder dabei zu haben. Je nach Produkt, das gekauft werden soll, können das Einkaufsnetze, Stoffbeutel, Gemüsenetze, Schraubgläser oder auch Plastikdosen und Papierbeutel sein. 

Die Antragstellerin will das Konzept des unverpackten Einkaufens auch in Bad Soden-Salmünster etablieren. Dabei geht es ihr darum, das unverpackte Einkaufen „alltagstauglich“ und bequem zu gestalten. 

Auf der Suche nach einem passenden Standort in der Region fiel die Wahl auf das denkmalgeschützte Objekt in Bad Soden-Salmünster, Ortsteil Hausen, das nicht nur durch seine äußerliche Erscheinung überzeugt. 

Das Konzept sieht neben dem Angebot überwiegend regionaler unverpackter Bio-Produkte vor, ein Einkaufserlebnis sowie ein Ort des Verweilens für die Kunden zu sein. So wird der Verkaufsbereich ergänzt um eine Kaffee- und Snackbar mit Innen- und Außenbereich. Dazu wurden bereits Kontakte zu verschiedenen Erzeugern aus der Region aufgenommen. Zudem soll der „Elanie-Naturmarkt“ ein Ort für Seminare, Informationsveranstaltungen und Kurse rund um das Thema nachhaltiges Leben im Einklang mit der Natur sein.  

Neben der Ausstattung des Lagers und des Ladens ist geplant, eine Abholstation anzuschaffen, um das „unverpackte Einkaufen“ alltagstauglich zu gestalten. Hier soll der Kunde seine bestellten Einkäufe ganz bequem unabhängig von den Öffnungszeiten abholen können.  

MEHR INFOS

Antragsteller: Privatperson
Projektierung: LEADER
Fördersumme: 48.497 Euro
Projektbeginn: Winter 2019
Download: Projektskizze