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Qualität von den Spessartweiden « zurück


Mit dem Ziel, die Vermarktung von Rind- und Schaffleisch von den Weiden des Spessarts zu fördern und die Kulturlandschaft zu erhalten, gründete sich 2010 der Verein Grünland Spessart. Die Marke „Grünland Spessart – Da ist draußen drin“ steht für Regionalität und ein transparentes Weidemanagement. Die Tiere müssen im hessischen oder bayerischen Spessart geboren, aufgezogen und – wenn machbar - geschlachtet und verarbeitet werden. Auch das Futter muss überwiegend aus dem Spessart stammen. Während der Sommerzeit stehen die Tiere auf der Weide und halten somit die Spessarttäler offen. Die Betriebe erzeugen qualitativ hochwertige Produkte, doch deren Absatz beschränkt sich oft auf die hofeigene Vermarktung. „Um die Vermarktung auszuweiten, sind große Märkte gefragt“, so Dr. Guido Steinel, Vorsitzender von Grünland Spessart. Hierbei stehen die heimischen Schafhalter jedoch in Konkurrenz zu Anbietern aus weit entfernten Regionen, u.a. aus Neuseeland, deren Produkte lange Transportwege mit entsprechenden Auswirkungen auf die Umwelt aufweisen. Dies gilt es den Kunden zu vermitteln, um die regional erzeugten Produkte erfolgreich zu vermarkten.

 

Läuten die Vermarktungsaktion ein: Jürgen Lauber, Christiane Geiger, Jürgen Thoma, Lydia Rohmann, Marion Buley, Michaela Meyer, Dr. Guido Steinel, Judith Henkel, Andreas Kunz, Thomas Dickert (v.l.n.r.).

Mit Edeka Südwest wurde dafür ein passender Partner gefunden. Der Lebensmittelhändler legt großen Wert auf Qualität wie auf Regionalität und die Größenordnung passt. „In der Information der Kunden liegt unsere Stärke“, erläuterten Jürgen Thoma, Vertriebsleiter Edeka Südwest Fleisch, und Michaela Meyer, Geschäftsbereichsleitung Nachhaltigkeit bei Edeka Südwest. Die Initiative für das Vorhaben hatte Jürgen Lauber ergriffen, Geschäftsführer des Edeka-Marktes Lauber in Gelnhausen-Meerholz. Seit rund zehn Jahren verfolgt er die Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern, die er Schritt für Schritt weiter ausbauen will. Über den Kontakt zum Verband SPESSARTregional, einem der Mitinitiatoren von Grünland Spessart, entstand die Idee, das Schaflammfleisch dieser Marke mit zu vermarkten. „Ich bin mir sicher, dass das Projekt ein Erfolg und das regionale Lammfleisch dauerhaft in das Sortiment aufgenommen werden wird“, sagte Jürgen Lauber. Denn das Interesse der Kunden an Regionalität sei vorhanden.

Das bestätigte auch Christiane Geiger, von einem der aktuell drei zertifizierten schafhaltenden Betriebe, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. „In der Aufzucht der Lämmer liegt viel Herzblut, Kraft und Zeit. Da wollen wir als Schäfer das Fleisch auch gut, das heißt regional vermarkten. Und Umfragen zeigen, dass die Verbraucher Regionalität sehr schätzen“. Das Besondere an der Vermarktung des Lammfleisches über Edeka Südwest: Jeder teilnehmende Markt verpflichtet sich, die Tiere komplett zu vermarkten, d.h. zwei Schultern, zwei Keulen und den Rücken abzunehmen. Dadurch lässt sich ein höherer Preis für die Erzeuger erzielen und es bleibt nichts übrig.

Welche Bedeutung die Schafbeweidung für die Landschaftspflege und die Artenvielfalt hat, erläuterte Judith Henkel vom Naturpark Spessart. Die offenen Flächen sind einst durch Schafbeweidung entstanden. Hier findet sich im Vergleich zum Wald, der sich bei ausbleibender Beweidung sukzessive wiedereinstellen würde, eine größere Artenvielfalt. Durch die extensive Beweidung durch die Schafe kommen die Kräuter auf den Weiden noch zur Blüte und können sich so versamen. Von diesem vielfältigen Landschaftsbild profitiert auch der Tourismus. Zudem leistet das Grünland durch die Bindung von Kohlendioxid einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

„Das Projekt zeigt, dass alles mit allem zusammenhängt“, resümierte Andreas Kunz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und stellvertretender Vorsitzender von SPESSARTregional. Viele kleine Projekte wie auch dieses trügen in der Summe zu mehr Lebensqualität in der Region bei, was auch der regionalen Wirtschaft im Werben um Fachkräfte zugutekommt.

„In der Anfangszeit wird SPESSARTregional das Projekt beim Aufbau der Wertschöpfungskette unterstützen, bis die Vermarktung auf eigenen Füßen steht“, erklärte Marion Buley von SPESSARTregional. Geschäftsführer Thomas Dickert ergänzte: „Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, die Vermarktung von Qualitätsprodukten aus der Region zu unterstützen und zu fördern. Wir freuen uns daher über den Start der Aktion.“ Eine zweite ist für September geplant. Bis dahin sollen noch weitere regionale Schafhalter gewonnen werden.



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