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"Bürger fahren Bürger" geht in den Dauerbetrieb über « zurück


„Die letzten zwei Jahre haben gezeigt, Alltagsmobilität lässt sich organisieren“, freut sich Bürgermeister Frank Soer. „Das bedeutet ein Stück mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger, die aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst Auto fahren können oder für die das Fahren mit dem Bus oder Anrufsammeltaxi zu beschwerlich ist. Und nicht jeder hat Angehörige oder Freunde, die die Alltagsfahrten übernehmen können.“ Damit soll „Bürger fahren Bürger“, kurz BfB, nicht in Konkurrenz zum ÖPNV stehen, sondern ein ergänzendes Angebot für mehr Mobilität im ländlichen Raum sein.

 

Freuen sich über mehr Mobilität im ländlichen Raum: die Akteure von "Bürger fahren Bürger"


„Und so funktioniert der Fahrdienst: BfB steht montags bis freitags von acht bis 18 Uhr für Fahrten innerhalb sowie zu ausgewählten Zielen außerhalb der beiden Gemeinden zur Verfügung. Nutzen können ihn ältere und/oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen. Wer einen Fahrtwunsch hat, meldet ihn einen Tag vorher bei der Zentrale der Malteser an, Tel. 06051 929360, die den zur Verfügung stehenden Fahrer informiert. Dieser holt den Fahrgast mit dem eigenen Pkw von zu Hause ab und begleitet ihn, falls Hilfe benötigt wird, auch sicher in das Wartezimmer oder in das Geschäft. Bezahlt wird nach einer Tariftabelle mit Wertmarken, die in Geschäften und in den Rathäusern der beiden Gemeinden erhältlich sind.

„Die bislang gute Nachfrage zeigt, dass das Angebot die Bedürfnisse der Menschen trifft“, freut sich auch Dieter Walter, Sprecher der AG Mobilität der Ideenschmiede Jossgrund und somit Mitstreiter der ersten Stunde. Bislang nahmen rund 50 überwiegend weibliche Fahrgäste den Fahrdienst in Anspruch. Die Fahrten begannen zu 55 Prozent in Flörsbachtal und zu 45 Prozent in Jossgrund. Die Fahrgäste nutzten den Fahrdienst überwiegend für einen Termin beim Arzt, für eine Anwendung in der Physiotherapiepraxis oder für einen Besuch von Angehörigen im Pflegeheim. Die wichtigsten Fahrtziele waren bislang Burgjoß, Biebergemünd-Bieber, Bad Orb, Frammersbach und Lohr am Main. Aber auch für den Einkauf oder für Erledigungen im Ort oder Nachbarort wird BfB genutzt, wenn der Weg zu Fuß und das Tragen der Einkäufe zu beschwerlich sind.

Den Anstoß zu BfB gab bereits vor einigen Jahren die Ideenschmiede Jossgrund. Bis zur Realisierung waren jedoch einige Hürden zu nehmen. Rechtssicherheit bei gleichzeitig einfacher Praxis – kein leichtes Unterfangen. Unterstützung bot dabei das Pilotvorhaben „Mobilitätsnetz Spessart“, das SPESSARTregional mit Mitteln des Bundes und des Landes Hessen umsetzte. „In diesem Rahmen konnten wir das Vorhaben auf rechtlich sichere Füße stellen, die organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen und letztlich „Bürger fahren Bürger“ modellhaft testen“, erklärt Regionalmanagerin Sabine Jennert. Zudem konnten die Malteser als Kooperationspartner gewonnen werden.

Doch das Modell funktioniert nur mit Hilfe ehrenamtlichen Engagements. „Unser besonderer Dank gilt den elf Fahrerinnen und Fahrer, die sich bislang zur Verfügung gestellt haben“, sagte Frank Soer beim Treffen im Schafhof-Café. Und weitere Fahrerinnen und Fahrer werden gesucht, damit die beiden Gemeinden das Angebot aufrechterhalten bzw. weiter ausbauen können.

Weitere Fahrer/-innen gesucht!

Mitmachen kann jeder, der volljährig ist, in Flörsbachtal oder Jossgrund wohnt, den Führerschein der Klasse B besitzt und über einen eigenen Pkw verfügt. Die Fahrer entscheiden selbst, in welchem zeitlichen Umfang sie zur Verfügung stehen. Die für BfB gefahrenen Kilometer werden mit 0,30 €/km erstattet. Dies entspricht keiner gewerblichen Tätigkeit. Jeder Fahrer wird bei seiner Gemeinde registriert und ist damit im Rahmen des ehrenamtlichen Fahrdienstes versichert. Bevor es mit dem Fahrdienst losgeht, findet eine kleine Schulung in Theorie und Praxis statt. Dazu zählen der Umgang mit Fahrtenbuch und Tariftabelle sowie ein kleines Fahrertraining bei den Maltesern, bei denen die zukünftigen Fahrer/-innen auch im Umgang mit älteren oder gehbehinderten Menschen vertraut gemacht werden. Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bitte bei Daniela Schum/Gemeinde Jossgrund, Tel. 06059 902611oder bei Frank Soer/Gemeinde Flörsbachtal, Tel. 06057 900130.



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