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Food Heroes geht an den Start « zurück


Für einen Mehrwert an Lebensmitteln und die Entwicklung neuer Produktideen für regionale Wertschöpfungsketten wirbt SPESSARTregional. Da passt es sehr gut, dass der Verband nun mit insgesamt 15 Partnern aus den Niederlanden, Belgien, Irland, Groß-Britannien, Deutschland und Frankreich mit dem Projekt „Food Heroes“ am Interreg-Programm North-West-Europe teilnimmt. Zur nationalen Umsetzung des Vorhabens konnte die Hochschule Fulda mit dem Fachbereich Oecotrophologie als kompetenter Partner gewonnen werden.

 

Wollen gemeinsam zu einem Mehrwert in der Lebensmittelherstellung beitragen (v.l.n.r.): Angelika Wirsing und Marion Buley (SPESSARTregional), Manfred Geis (Amt 70, MKK), Barbara Freytag-Leyer (Hochschule Fulda), Bürgermeister Lothar Büttner (SPESSARTregional), Bruno Wörner (Kreisbauernverband Main-Kinzig), Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Thomas Dickert (SPESSARTregional) und Katrin Hess (Amt 70, MKK).

Bildquelle: Pressestelle MKK

„Es ist etwas ungewöhnlich, als Lebensmittel-Helden, als „Food Heroes“ aufzutreten“, gibt Bürgermeister Lothar Büttner, Vorsitzender von SPESSARTregional zu. Doch der Hintergrund ist vielen bekannt: Nach Schätzungen der Vereinten Nationen landet weltweit ein Drittel aller Lebensmittel im Abfall. Während die Lebensmittelverschwendung im Handel und beim Verbraucher hinreichend untersucht ist und zahlreiche Maßnahmen zur Reduzierung greifen, sind die Verluste am Anfang der Lebensmittelkette bisher wenig Gegenstand von Projekten und Maßnahmen. „Dieses Projekt richtet sich an den Anfang der Produktionskette, die für 60 Prozent der Lebensmittelverschwendung verantwortlich ist“, erklärt der Vorsitzende den Ansatz von Food Heroes.

So sind es beispielsweise in Irland und Frankreich große Mengen von verwertbarem Fleisch, die bei der Filetierung von Weißfisch auf der Strecke bleiben. In Deutschland und den Niederlanden sind es männliche Ziegen, für die es kaum Absatzmöglichkeiten gibt, während sich Ziegenmilchprodukte, insbesondere Ziegenkäse, weiterhin wachsender Beliebtheit erfreuen. Beim Verbraucher jedoch gerät in Vergessenheit, dass in gleichen Verhältnissen weibliche und männliche Tiere geboren werden, für die es verschiedener Nutzungen bedarf. Dies gilt auch für die Legehennen. Deren Rassen sind auf Legeleistung ausgelegt. Für die männlichen Vertreter gibt es aber schlicht keine Verwendung, weil die Mast wirtschaftlich unrentabel ist. Auch ausgediente Legehennen können nur bedingt vermarktet werden.

Ein Problem mit europäischer Relevanz, aber auch eine regionale Herausforderung, findet Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises. „Denn mit Blick auf die im Kreis und in der Region boomende Eierproduktion gilt es Lösungswege für die Verwertung zu finden, die weit über das klassische und in Vergessenheit geratene Suppenhuhn hinausgehen“.

Im Projekt ist bis Ende März 2020 geplant, zum einen eine Wertschöpfungskette für die Haltung, Verarbeitung und Vermarktung von Eiern und Fleisch mit besonderem Schwerpunkt von sogenannten Zwei-Nutzungsrassen aufzubauen. Zum anderen sollen neue Produkte vom Fleisch männlicher Ziegen zur Marktreife gebracht werden. Im Fokus der Aktivitäten stehen die regionalen Unternehmen selbst: Erzeuger, Verarbeiter, Handel und Gastronomie können an dem Projekt mitwirken und den Entwicklungsprozess gestalten. Dabei sind – unabhängig vom jeweiligen Produkt – eine sektorübergreifende Zusammenarbeit und die konsequente Einbindung von kreativen Köpfen die Grundprinzipien der transnationalen Vorgehensweise. Wissenschaft, Kreativwirtschaft, Ämter und Behörden werden in die Entwicklung der Lösungsprozesse eingebunden. Gemeinsam mit dem Amt für Umwelt, Naturschutz und Ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises wie auch dem Kreisbauernverband Main-Kinzig startet der Verband nun durch. Für das Vorhaben stehen SPESSARTregional 414.550 Euro zur Verfügung, die zu 60 Prozent mit EU-Mitteln finanziert werden.

Das Wichtigste jedoch ist: Dem Verbraucher muss es schmecken. Weshalb in den kommenden Jahren das Regionale Geschmacksfestival, die Messe Wächtersbach und auch der Erzeugermarkt in Gelnhausen dazu genutzt werden, die Produkte im Markt zu testen.

Interessierte Unternehmen sind herzlich willkommen und können sich jederzeit bei SPESSARTregional unter info@spessartregional oder Tel. 06059/9069606 über die Möglichkeiten der Mitwirkung informieren.



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